Wednesday, 3. September 2008

Back In Berlin

Ich bin zurueck in Deutschland.
Wir wohnen seit einigen Tagen in Moabit bei einer Freundin von mir. Eine Wohnung im Prenzlauer Berg haben wir inzwischen auch gefunden. Morgen ziehen wir um.
Der Jetlag ist inzwischen wieder vorbei, und ich gehe einer unbezahlten Arbeit nach, so habe ich zumindest etwas zu tun. Ich organisiere eine Ausstellung und Symposion mit. Morgen ist Eroeffnung.

Ansonsten fuehle ich mich recht verloren hier.
Ich verstehe die Leute nicht mehr, sie machen mir schlechte Laune. Die deutsche Landschaft, Hausfassaden, die Sprache, alles schien komisch die ersten Tage, hat sich aber inzwischen wieder ein wenig gelegt.

Ich sehe, dass viele von euch gerade hier vorbeischauen. Leute rufen mich auch an oder schreiben mir Emails. Meine Eltern habe ich kurz angerufen, um zu sagen, dass ich wieder da bin.
Es kommt mir vor, als waere diese Situation vorgesehen, den vor der Abreise fallen gelassenen Faden wieder aufzugreifen.

Stattdessen geht alles seinen gewohnten Gang, zwar ganz wo anders und auch mit anderen Taetigkeiten, aber mit nichts wie Ueberschwang. Es ist eigentlich recht nuechtern jeden Tag, wie einem die Leute auch ins Gesicht schauen oder vielmehr vorbei.

Viele Spinnen gibt es hier, faellt mir noch auf. Das liegt vielleicht daran, dass es hier keine Eidechsen gibt.

Wednesday, 27. August 2008

Last Day In The States

Und wieder geht alles sehr schnell. Wir sind von den Keys zurueck. Das Wetter hat sich nach Georgia verzogen. Gestern haben wir Sachen gepackt und sind aus South Florida ausgezogen und mit allem Zeug nach Orlando, wo wir jetzt auch sind, von wo aus heute Nachmittag unser Flug geht. Den gestrigen Tag haben wir mit einem Freund zusammen in Walt Disney World verbracht, was ich einen angemessenen letzten Tag in den Staaten finde. Fotos muessen warten, bis ich wieder deutschen Boden unter den Fuessen habe.
Um 1h morgens sind wir schliesslich ins Apartment einer Freundin eingefallen. Dort haben wir die letzte Nacht auf dem Fussboden im Wohnzimmer verbracht, mit einem Morgenmantel als Decke.

Inzwischen laeuft die Wohnungssuche fuer Berlin auf Hochtouren. Wannimmer ich Internet habe, kuemmere ich mich darum.
Heute morgen muss das weitergehen, zudem muessen wir noch ein paar Sachen besorgen, bis wir uns um 2.30pm so rum auf zum Flughafen machen. Wir fliegen zuerst nach New York und dann von da aus heute Abend nach Frankfurt. Wenn wir ankommen, ist in den USA 5h morgens, aber in Deutschland 11h vormittags. Dann kriegen wir unser Gepaeck und fahren sofort weiter mit dem ICE ueber Hannover nach Berlin, wo uns zwei Freundinnen von mir abholen. Bei einer von ihnen werden wir fuer ein paar Tage bleiben, in Moabit. Alle Wohnungsangebote, die ich gerade checke, befinden sich in Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Friedrichshain. Drueckt uns die Daumen, dass wir was Schoenes finden!

Ich gruesse noch einmal von Uebersee und beim naechsten Mal dann vermutlich wieder von Deutschland nach Deutschland. Bis bald!

Wednesday, 20. August 2008

Florida Keys

Guten Morgen aus dem Gewitterturm. Es wird wieder waermer, der Wind ist schwaecher, uns faellt die Decke aufen Kopp und drum machen wir uns heute doch noch auf den Weg nach Key West.

Wir dachten, wir koennten die nun ueberfluessige Zeit nutzen, um uns und unser Zeug auf Europa vorzubereiten, aber das haben wir wohl krass ueberschaetzt. Nach Europa packen ist auch nicht anders als fuer Kanada oder Arizona packen, war innerhalb von einer Stunde fertig und in einem Haus sitzen, das kann ich auch in Deutschland noch machen.

Also auf nach Sueden. Der Sturm zieht nach Norden. Bis bald!

FYI: Florida im Ausnahmezustand

Fay

So liebe Leute, wir sind seit einer halben Woche wieder zurueck in Suedflorida. Ich hab keine Ahnung ob es auf den German News kommt, aber wir haben hier gerade einen Tropensturm und sein Name ist Fay. Zuerstmal habe ich das ueberhaupt nicht gecheckt, es hat einfach nur den ganzen Tag in Stroemen geregnet und alles war halt verwolkt, was sonst halt so gar nicht der Fall ist. Naja, ich wurde irgendwann im Laufe des Tages dann auch mal informiert, dass das wahrscheinlich der Hurrikan ist, der ueber die Karibik gefegt ist, von dem ich natuerlich ueberhaupt nichts mitbekommen habe.

Man kann ja auch nicht seine Augen ueberall haben.

Inzwischen habe ich mich aber schlau gemacht und der Hurrikan ist bloss ein Tropensturm, was sich anscheinend in der Windgeschwindigkeit unterscheidet. Obwohl es immer noch sein kann, dass Fay sich innerhalb der naechsten Tage doch noch in einen Hurrikan verwandelt.

Nun ist ja von Juni bis Oktober grundsaetzlich Hurricane Season. Dh, die Leute rechnen damit und haben auch Routine, wenn dann tatsaechlich mal was kommt. Gut, einige flippen auch aus und decken sich mit Lebensmitteln, besonders Wasser, ein. Aber die Tage vor einem Hurrikan ist wohl auch die beste Zeit, zu surfen. So ist es also auch im Ausnahmezustand mal wieder wie gehabt; manche vernageln die Sicht und andere schnappen sich das Surfbrett.

Unser Haus hier hat Hurrikanschutzbarrikadenblechvorrichtungen, die wir vor die Fenster verschrauben. Das macht das Leben im Haeuschen zwar reichlich dunkler und meine Seele demnach leicht truebsinniger, aber so ist halt besser. Wenn Wind und Regen etwas schwaecher sind, gehen wir auch raus, um Wellen zu gucken, Handyvertraege abzuschliessen oder auswaerts Pasta zu essen. Was anscheinend beliebter Zeitvertreib bei Sturmwetter ist.

Wenn das Wetter schlechter ist, ist alles zu, dann sind keine Tiere mehr auf der Strasse und auch der Muell wird nicht mehr abgeholt.
Nachts ist es laut. Moskitogitter fallen von den Fenstern, die armen Palmen verlieren ihre kiloschweren Wedel, die Fahrraeder im Garten fallen um. Es besteht Flutwarnung, hat aber noch nicht geflutet.
Bisher muss ich also sagen, ist der Ausnahmezustand keine so schlimme Sache, wie es sich anhoert. Zwar faellt nun wohl unser geplanter Trip nach Key West ins Wasser (ha!), aber gibt Schlimmeres, woll.

Naechste Woche man mags kaum glauben ist unser Flug zurueck nach Germany, von Orlando aus. Das ist noerdlich von uns. Dort ist glaube ich das Auge des Sturms gerade.
Bis zu unserem Flugtag wird Fay vermutlich nach Georgia weitergezogen sein, oder eben ueberm Golf von Mexiko irgendwo. Von daher..

Monday, 18. August 2008

Siesta

sea dogs

Kejimkujik National Park

Kejimkujik

Wednesday, 13. August 2008

Blue Rocks

Blue Rocks

Kingsburg

Kingsburg

Hirtle's Beach

Hirtle's Beach

Indian Falls

Indian Falls

Thursday, 7. August 2008

Our house, in the middle of the woods our house, in the middle of the -

the cabin

Church Lake

Church Lake

Tuesday, 5. August 2008

Mahone Bay

Mahone Bay

Hallo aus dem freundlichen, daenisch anmutenden Lunenburg. Hier gibt es eine Library und diese hat sogar Wifi.
Wir sind also jetzt in Nova Scotia angekommen und gerade hab ichs nachgeguckt: Es heisst im Deutschen tatsaechlich Neuschottland, aber wenn man Wikipedia fragt, wird man auf Nova Scotia weitergeleitet. Also egal.

Nova Scotia, das Alabama Kanadas, alles Nadelwald und Seen, und ich war mistaken: Wir wohnen nicht am Meer, sondern an einem See. Wir wohnen mitten im Wald mit seltsamen Vogelstimmen, und hier kommt heute ein erstes Foto aus dem Nachbarort Mahone Bay mit seinen beruehmten drei Kirchen.

Bars Corner gibts nirgends. Es hat kein Zentrum, kein Rathaus, keine Strassen. Soweit ich das bisher sehe, gehoeren einfach ein paar einzelne Haeuser im Wald zu Bars Corner. Nichts verbindet diese ausser eine Schotterstrasse. Keine Geschaefte, keine Tankstelle, nichts. Kein Wunder, dass es nicht auf GoogleMaps gefunden werden konnte.

Zunaechst war die Einsamkeit ein wenig beunruhigend. Aber dann sind wir gleich am naechsten Tag nach Mahone Bay gefahren, was ein richtiger kleiner Ort ist, und da sind genug Leute rumgelaufen, dass hier nun doch keine Isolationspanik aufkommt. Bis zu den richtigen Orten ist es auch nicht allzulang, vielleicht eine halbe Stunde Autofahrt.

Den Rest der Zeit ist Natur und Stille. Es fuehlt sich tatsaechlich mal an wie Urlaub, obwohl ich auch hier wieder Arbeit mitgenommen habe. Ich lese Philosophieartikel und schreibe an meinen verschiedenen Projekten. Zudem habe ich wieder ein bisschen das Zeichnen angefangen und verkaufe die jetzt zum ersten Mal. Ein Antikwarenhaendler, der sich auf Buchillustrationen und Graphiken spezialisiert hat, ist darauf aufmerksam geworden und gestern wurde die erste Zeichnung gerahmt und mit Preis versehen.. ich bin gespannt, was daraus wird; vermute natuerlich, dass nichtsoviel, aber kann man ja nie wissen. Auf jeden Fall eine schoene neue Erfahrung.

Saturday, 2. August 2008

Nova Scotia

Und wieder sitzt man in Bergen von Klamotten, weiss nicht, welche mitnehmen welche dalassen. Immerhin werden die Berge immer kleiner und die Entscheidungen fallen immer frueher.

Gestern sind wir aus unserem Apartment in Orlando ausgezogen und mit allen Sachen nach Lake Worth, South Florida. Aber war nicht viel Zeit. In wenigen Stunden geht unser Flug nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. Zwischenstopp erfolgt in Toronto. Bleiben tun wir in einem Ort mehrere Stunden von Halifax, direkt an der Kueste, der so klein ist, dass ich ihn nichtmal bei Google Maps finden konnte - Bars Corner.

In Nova Scotia werden wir kein Internet haben, bloss die See und vielleicht ja mal Baeren. Moeglicherweise finde ich ein Internetcafe, wenn wir mal in den Ort reinfahren.

Falls nicht, muessen halt alle Berichte warten, bis ich wieder Florida unter den Fuessen habe - um Mitte August herum.

Bis dann!
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captured!

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