Auf dem suburbanen Insektennetz glitzert die Montagsonne herum. Gestern Nacht war schlechtes Schlafen.
Da flackerten Lichter in unser Haus. Im Haus zwei Häuser von unserm haben sie wen abgeholt.
Da war viel Blaulicht und Rotlicht aber keine Sirene es war nachtschlafende Zeit.
Wie sich Suburbaner da das Maul zerreißen mögen.
Wo bringen sie Menschen im amerikanischen Gesundheitssystem hin?
Ich hab noch keine Krankenhäuser so far gesehen. Sicher Krankenhäuser. Öfter bemerkt:
wie schon bemerkt:
Tierkrankenhäuser. Mental hospitals. Way back soldier, way back, single mamas,
way back, interrupted identities,
shifting identities. Way back soldiers
and sailors, home for the tiding,
interrupt the tiding, way back home mamas.
Same in Europe as it is in the States: the ones who really deserve it never get it.
And that's why mental hospitals are filled with beauty. |
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- well you know, she's not that big anymore here in the US.
- yeah I know, but I was seriously thinking about spending €70 just to see this woman this year in Germany!
- oh, really?
Durch die inzwischen dunkel gewordenen Straßen lief ich meiner Gruppe hinterher, unfähig, die Begeisterung zu artikulieren. Da war die inspirierende Suzanne, groß in Europa immer noch, hierzulande nur noch eine kleine Bühne in einem Park, den vel nicht kennt.
Durch die hochgeschlossenen Straßen, den Leuten hinterher, Eis kaufen wollen, nicht sicher sein, welches Eis, welches gut; links neben mir auf dem Restbürgersteig zum Verkauf ausgelegte DVDs, rechts eisrufende andere Verkäufer. Eingetrichtertes Taschefesthalten; Slalomlauf durch die Straßen entlang von Leuten, ohne Hektik dabei zu fühlen, das ist eine Kunst der Stadtgeborenen, wie Anemuôt aus den Bergen einmal sagte. Rechts, rechts, Kirche. Kerzen aufgestellt vor der Kirche, Fotos und Fotos, Zeitungsartikel, In loving memory of. Links, rechts, großes Hotel zur Linken, dann zur Rechten diese riesige Baustelle. WTC Site. |
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Stehenbleiben, Mundschließen vergessen, sprachverhindert, umsehen, habt ihr das auch gesehen; nobody's watching. Wohin? Hinterherlaufen, Moment ein Foto, nein kein Foto, obwohl doch -- nein ich bin kein Tourist -- doch ich
bin einer. Nein bin
keiner. Bin berührt. Das ist Unterschied! Moment! Keiner fragt. Wo sind sie hin? Ne Security-Frau fragen.
Der Job der Security-Frau hängt entweder mit diesem Supersize-Hotel vor dem WTC Site zusammen oder mit dem WTC Site selbst. Oder sie bewacht einfach Lower Manhattan - zusammen mit ein paar anderen Leuten, natürlich.
Wir haben es an diesem Abend nicht rausgefunden. Aber sie wusste den Weg zum Pier 17. Zurück die Straße, ob das eine der Straßen, durch die die Staubwolken rollten? Natürlich rollten sie durch
alle diese Straßen. Zwischen den Giganten die sich rechts und links der Straßen in ihren Höhen ausschweigen rollte der Staub und die Leute rannten und hockten sich hinter aufgerissenen Autotüren auf den Boden und schrien. Wo war ich? Ich war in Witten vor dem Fernseher und außerdem auch noch eine derjenigen, die einen sich soeben angekündigt habenden dritten Weltkrieg damals für nicht ausgeschlossen hielten. Okay, rechts abbiegen, links nach kurzer Weile, über die Straße, nicht auf die Ampel achten das machen nur Touristen.
Aber der Broadway ist auch wirklich
überall.
Naja, senkrecht gesehen.
Vorbei an noch mehr Giganten.
Kleinen Menschen kann im Financial District nichts passieren.
Aber da ist auch schon die Hafenstadt.
Dann: wie eine neue Stadt,
andere Stadt, still New York; durch Hafengassen, jetzt ist klar wohin, und jetzt hört man auch Musik. Die Musik kommt vom Wasser her. Im Wasser liegt ein großes Schiff es heißt
Peking. Aber der Name ist eher unwichtig.
Zwischen dem Schiff und den riesigen Schatten eine Straße wieder, über dem prospektiven Publikum, und das geht unter ihr her, über Publikumsköpfen fahren sie sehr schnell; der S St Viaduct, sagt mir die Straßenkarte jetzt nachträglich. Eisverkäufer wieder, ich habe vergessen dass ich Eis essen will; ein Häagen Dazs-Laden zu meiner Linken, aber das Interesse daran habe ich an einer der Straßenecken vergessen.
Jetzt gibt es Musik neben dem Schiff: Akustikgitarren von Frauen in blauen Kleidern mit Pilzfrisuren.
all alone in a room following lines on maps. Älteren Männern in Hemden an Bässen.
he likes to read books written for girls, prides himself on being a man of the world. it's in the darkest places he gets his thrills. he will disappoint you if you see through his perfect smile.
Die Band covert Abba. Und New York hört zu.
girl sits wieder mit den Straßenkarten U-Bahnfahrten an irgendeinem bereitgestellten Schreibtisch der Welt herum und plant die strategisch günstigsten Ausstiege für den morgigen Tag. Um die Mittagszeit ist drittes Arrival in Manhattan geplant. Und noch immer ist die Konzertgeschichte vom Freitagabend nicht rekonstruiert.
Das liegt teilweise daran, dass ich nicht weiß, wo wir eigentlich ausgestiegen sind, als wir von Williamsburg mit der Subway reingefahren sind. Ich glaube, Union Square war ein Fehlschluss, da nur eine Umsteigestation. In Wirklichkeit ist der Union Square viel weiter oben. Und wir waren ja in Lower Manhattan. In Wirklichkeit sind wir irgendwo ausgestiegen, wo ich nicht mehr weiß, auf der Suche nach Pier 17 am East River. (auf der anderen Seite vom East River.) Und da war dann aber auch ein Platz; von der Nun-Konstruktion mit den Karten vor der Nase würd ich sagen, es muss der City Hall Park gewesen sein. Aber ich weiß es nicht mehr.
Beim Passieren jenes unbekannten Parks also stellte ich eine Bühne zu meiner Linken fest. Oh, Musik everywhere tonight. Die Band spielte "Tom's Diner" von Suzanne Vega. vel freute sich. Das ist nämlich vels Musik. Und Suzannes Album "Solitude Standing", obwohl ich glaube in L.A. aufgenommen, ward im letzten Jahr vels Ebenfalls-Soundtrack (zusammen mit PJ Harvey und noch ein paar anderen) für NYC-experience.
Zweiter Gedanke war dann, dass es doch komisch ist, in NYC eine Suzanne Vega-Coverband spielen zu lassen. Zudem: Krasse Gleichheit der Stimme mit Suzanne Vega.
Oh da: Ein Plakat von den Veranstaltungen an diesem Platz heute Abend. Now playing: Suzanne Vega.
What?
found in a Mexican grocery store near Harbor
Es ist heiß hier,
humid heat, seit drei Tagen um die 30°C, drückend, grillend die Insektenwelt der Insel auf der anderen Seite des Fensters, nun auch schon zur Vormittagszeit. Meine Vermieterin hat mir einen Ventilator vorbeigebracht. Ich dankte ihr sehr.
Alle Fenster hier sind glücklicherweise mit Mückennetzen ausgestattet. Gestern die Woche, zu meiner Ankunft, war es dafür so kalt, dass ich im Zero Point Schlafsack geschlafen habe MIT Decke drüber. Nun kann ich die Sommerkleider doch noch anziehen. Ich beschwere mich nicht über Hitze, ich bin froh darüber. Und der Winter mit seinen -18°C kommt noch früh genug.
Am Freitag nach der Uni (Orientations letzter Tag) sind wir wieder nach NYC reingefahren. Mit dem Auto braucht man da ca. 1 1/2 Stunden. Zuerst waren wir in Williamsburg (hipster young artists Loftbewohner-neighborhood in Brooklyn). Das Viertel ist vollgepostert mit Street Art, ausgefallenen Boutiquen, jeder Menge Thai & Japanese Food-Anlaufstellen, ab und an einem freien Parkplatz für Studenten aus Long Island, Loftannoncen, Synagogen und, wie auch schon in Greenpoint, polnischen Blumenläden alle fünf Geschäfte lang.
Die Leute, mit denen ich nun fast jeden Tag unterwegs war, exklusive mir, weil ich die Fotografin war,
an einer Williamsburger Kreuzung, an der wir herumstanden zu Zwecken der Shoppingplanung,
obwohl wir im Enddefekt kaum was gekauft haben
Der Diversität des Ortes sind alle New Yorker natürlich längst aware und so avancierte Williamsburg zuletzt zur wohl beliebtesten neighborhood in Brooklyn; so beliebt, dass sie begann, sich selbst in ihrer Diversität zu feiern, was man am rapiden Anstieg der Mietpreise abzulesen vermochte; so beliebt, dass die
wirklichen Hipsters schon gar nicht mehr in Williamsburg wohnen wollen und zum Beispiel eher in die nicht so frequentierten Nebengegenden ziehen wie eben Greenpoint, wo ich ja zu ganz zu Anfang auch gelandet war (ich berichtete).
Einkaufen geht hier aber trotzdem ganz gut, und essen wie trinken auch. Ich bin in der äußerst prekären Lage, dass ich, wenn ich einmal angefangen habe mit Einkaufen, vermutlich nicht mehr damit aufhören werde. Deshalb habe ich noch gar nichts eingekauft. Aber direkt morgen fahren Danae und ich wieder rein. Wenn die Uni Anfang September dann wirklich anfängt, wird dazu, nehme ich mal an, erstmal keine Zeit mehr sein. Und jetzt ist das Wetter auch noch wirklich gut..
Nach dem Einkaufen (at least für die anderen Leute) sind wir nach Manhattan gefahren, fürs Konzert, und später wieder zurück nach Williamsburg, wo wir unser Auto hatten. Waren dann noch in einer Surfbar, wo der Boden aus Sand war und arme große Fische in kleinen rot und grün beleuchteten Aquarien herumdümpelten, um gute Atmosphäre zu verbreiten. Surfvideos auf Super-Acht wurden auf wäscheleinenartig aufgehängte Leintücher geworfen und an Musik spielten sie europäische Popmusik. Vor allem letzteres war kinda exotic.
Wir bestellten Cocktails und ich erhielt allein an diesem Abend noch über 20 Mückenstiche, die interessanterweise alle an meinen Beinen stattfanden und ohne Übertreibung beinah zur Schmerzhaftigkeit ausarteten. Auch heute noch, am Sonntag, kann ich nicht behaupten, dieses Vorkommnis mit seinen geschwollenen Folgen irgendwie ignorieren zu können. Wasser drauftun hilft nicht, und an deutsches Fenistil hab ich nicht gedacht. Werde nach amerikanischem Äquivalent Ausschau halten gleich morgen, wenn ich Unmengen an Dollars in Sunblocker investieren werde.
Eine Woche genau bin ich jetzt hier. Und diese erste Woche hätte wirklich nicht besser sein können. Die Orientation, für die ich meinen Herflug um €505 nach eine Woche früher verlegen musste, war wenig informativ, ein wenig psycho und auf jeden Fall voll mit unnötigem Zeug. Schwamm drüber. Es gibt viele Dinge zu erledigen, und einige von ihnen funktionieren nicht ganz so, wie sie vermutlich sollten. Vieles, zB das komplette Enrollment, läuft übers Internet. Leider ist die Uni-Website ziemlich crappy, sodass ich mich auf Probleme an vielen Enden und Ecken einstelle, die ich in endlosen Gesprächsgängen in der nächsten Woche nur langsam zu klären in der Lage sein werde. Ich kenne solche Prozeduren schon aus Tübingen - seltsam, dass auch amerikanische Unis das hinkriegen - ich dachte ja immer, Tübingens Verpeiltheit läge an Tübingens strukturaler Historizität.
Das Philosophy Department ist total nett. Auf alle Leute, die ich bisher dort kennen gelernt habe, trifft das zu. Für das ganze Geld, das ich bisher für alles ausgegeben habe (ich weiß schon gar nicht mehr, obs €1000 oder €2000 waren, die in all dem Chaos mehr oder weniger den Bach runtergegangen sind), gabs eine glaubhafte Entschuldigung und eine Naja-Entschuldigung. Und jetzt ist man halt da und das Geld ist halt weg. Dafür gabs dann aber am ersten Tag im Department tatsächlich Apfelkuchen.
Orientation geht hier über zwei Wochen. Was dort gesagt wurde bisher, hätte man auch an einem Nachmittag sagen können. Aber wir machen mal viele Worte. Die International Graduate Orientation ist jetzt vorbei und nächste Woche gibts noch ne Doctoral Orientation und ne Philosophy Orientation am Department direkt. Ich glaub, damit hätten wirs dann. Ende August müsste ich dann auch wissen, welche Kurse ich genau belege und was für Bücher ich da genau brauche.
Von den Graduate Philosophy Students habe ich inzwischen wohl schon 80% kennen gelernt. Die sind offensichtlich alle untereinander befreundet. Wir haben alle unsere Büros auf demselben Flur, werden also Büro an Büro hocken. Nächste Woche ziehe ich in meins ein, lerne vllt Taylor kennen (mit dem ich das Büro teilen werde) und kaufe mir vllt, wenn ich billig finde, ein gebrauchtes Fahrrad.
Hatte ichs schon erwähnt?
We are getting our own offices!

Die einzig melancholische Stunde, die ich bisher hier hatte, war am Dienstag. Die kam bisher immer, wenn ich irgendwo anders neu hingezogen bin, umgeben von Leuten war für eine Weile, und dann danach zum ersten Mal wieder allein. Ich hatte an dem Morgen zuviel auf Deutsch gechattet; da ich da das Englisch noch nicht so gewohnt war (ich will nicht sagen, dass ich das jetzt
bin, aber inzwischen wird es einfacher), fiel es mir danach schwer, wieder ins Englische rüberzuswitchen, als Shanaz zu mir rüberkam und ich den Mietvertrag unterschrieben habe. Shanaz fuhr mich anschließend zum Jefferson Plaza, eine Art Einkaufsmeile, mit vielen Billigläden und jede Menge Fastfood. Dort lief ich alleine eine Weile herum, stand wie ein Alien in den großen Läden und starrte auf die schreienden Produkte (non-fat, low-carb, sugar-free, 100%vegan, "I can't believe it's not BUTTER!"-Buttersubstitut, non-GMO, now 20%off, now 10% more + plastic bag, buy 5 - get one free, etc pp), als wäre ich noch nie im Walmart gestanden.
An der Kasse verstand ich das nuschelnde Mädchen nicht. Sie musste 3x fragen, ob ich eine Tüte will. Hatte meine eigene Tüte dabei. Fand sie wohl komisch.
Mangels vernünftiger Lebensmittel und aus Gründen von Hunger kaufte ich schließlich (was ich sonst niemals tue) einen Veggie-Dings beim Subway. Noch ein nuschelnder Typ.
(Die geben sich alle keine Mühe.) Habe das System nicht verstanden. Nochmal dreimal irgendwas nachfragen. Beschämt das Etablissement verlassen mit dem Wissen, um 21cent betrogen worden zu sein, aber nichts zu sagen.
Als das Ding (ich meine das Veggi-Ding) dann noch nichtmal nach irgendwas schmeckte, sondern eher an eine Aufeinanderstapelung von Pappe erinnerte, war mir wirklich für einen Moment wie Einsamkeit. Danae, Philosophie, 5Min von mir weg wohnend, und Nanda, auch von der Philosophie und aus der Gegend, kamen vorbei und wir fuhren zum Grocery Store. Ich war zudem auch immer noch ein bisschen gejetlagged, das Sprechen fiel schwer.
Wir holten einen anderen exchange student vom Bahnhof ab, Jakob, fuhren zu Danae nach Hause und dort lernte ich dann Julia kennen, Psychologie, und Wakagi, Politische Philosophie, aus Tokyo. Jakob und Julia sind ebenfalls aus D - aber selbst Deutsch sprechen war an dem Tag schwer. Vermutlich war es eine sprachgrenzüberschreitende Sprachverwirrung.
Aber irgendwann ging es dann wieder. Es wurde noch ein wirklich schöner Abend, das Reden fiel nach einer Weile wieder ganz leicht und ich wunderte mich selbst darüber, wieso der Mittag so trüb gewesen war. Ich wurde per Spaziergang von einer ganzen Gruppe Philosophen nach Hause gebracht. Mit ihnen verbringe ich jetzt auch die meiste meiner Zeit. Es ist wirklich seltsam, was die Leute angeht, fügt sich hier alles ganz ohne mein Zutun zusammen. Ich lerne alle zwei Tage jemand neues kennen, der
auch Philosophy Grad ist, mit dem die anderen befreundet sind oder den ich aus einem anderen Kontext schon kannte u.ä. Ich glaube, meine größte Angst war, dass ich hier isoliert sein würde. Was nicht zutrifft.
Erstaunlich aber wahr: Heute fahren wir alle und vielleicht noch ein paar andere Leute nach South Manhattan rein, es gibt ein Umsonst-Konzert von
Camera Obscure. Das ist die erste Musik auf meinem Soundtrack für Long Island - mal abgesehen von Grillenzirpen, Zughupen, Möwenkreischen und seltsame-Vögel-Zwitschern. Vor dem Konzert gehen wir shoppen. Ich werde berichten.
Das Haus, in dem ich jetzt lebe, gehört einer Frau namens Shanaz. Sie ist aus Bangladesh. Insgesamt wohnen ca. 13 Leute hier, sie selbst wohnt in Stony Brook, wo auch meine Uni ist. Von außen sieht das Haus amerikanisch-suburbian aus und von innen ein bisschen wie aus ner brasilianischen Telenovela.
Hier also wohne ich jetzt.
Das Haus hat zwei Stockwerke. Ich wohne im oberen mit ca. 5 oder 6 anderen Leuten. Hab noch nicht alle von denen kennen gelernt. Es ist schwierig, hier Fotos zu machen, denn der einzig fotografierbare Raum - vom Platz her - ist die Küche.
Küche
Für die nächsten Fotos hätte ich eigtl das Licht anmachen sollen, hatte aber keine Lust dazu.
Ich nehme an, das Brasilianische kommt nicht rüber. Man müsste das ganze Haus sehen. Das EG ist bemalt und mit flamingoartigen Vögeln behängt. Bild 1 ist mein Zimmer; Bild 2 der Flur; Bild 3 so ne Sitzecke für alle. Da mein Zimmer schätzungsweise 10m² hat (vielleicht auch weniger), nutze ich diese sogar.
Mein Zimmer ist so klein, dass ich keine vernünftigen Fotos davon machen kann. Ich zahle $640 dafür (ca. €550) und das ist normal hier. Es hat ein paar Möbel, naja, so ähnlich. Aber ich denke, das Haus ist super. Es liegt zwei Minuten vom Bahnhof weg, und ich werde ja jeden Tag mit dem Zug zur Uni fahren. Das ist sehr praktisch, da viele Orte hier vom öffentlichen Verkehrsnetz einfach abgeschnitten sind - Amis fahren Auto (und zwar wie die Italiener und das besonders auf Long Island).
Ich mag die Gegend, in der das Haus liegt, es ist echt Suburbia, alle Straßen sehen gleich aus. Also, nicht das
ganz schlimme Suburbia. Es ähnelt sich halt alles. Die Häuser sehen trotzdem nochmal alle ein bisschen anders aus. Gestern bin ich das erste Mal hier laufen gewesen, und bin auch gleich verloren gegangen - irgendwo zwischen
Charmcity Drive und
Elm Street. Sprinkler gießen englische Räsen und alle Kids spielen Basketball. Es gibt auch ein paar Freaks, die Matratzen aus Häusern schaffen. Dabei dich finster mustern. Ich drehe 50cent lauter und laufe vorbei.
Zwei meiner Kommilitonen (klingt komisch, das zu sagen) ziehen dieses Wochenende nach Centereach / South Setauket, was ein Paradebeispiel ist für verkehrslagige Abgeschnittenheit. Wenn man da kein Auto hat, läuft man 2 Stunden bis zur Uni, obwohl es gleich der nächste Ort ist. Zwischen Centereach und Stony Brook verläuft eine highway-ähnliche Straße, wo Fahrradfahren zur Lebensgefahr werden kann, da Amis nicht auf Fahrradfahrer achten und da auch schon einige schlimme Unfälle passiert sind.
Die beiden Kommilitonen zahlen soviel wie ich für ihr Zimmer und kriegen aber dafür etwa 3x soviel Platz. Das Haus ist unglaublich. Es hat einen Kühlschrank, in dem man Personen unterbringen kann, 4 Badezimmer für 6 Leute, alle möglichen typisch amerikanischen Wohn-Items und einen riesigen Garten mit Basketballplatz und Zwinger für den Hund und Plastik-Squirrels auf der Porch und für die Gartenpflege allein muss man jemanden einstellen. Wir haben geschätzt, dass das Haus etwa $1Mio gekostet haben muss. Ein (anderer) Kommilitone von uns, 23 Jahre jung, hat es gekauft und vermietet jetzt die einzelnen Zimmer.
Soviel für heute zum Thema "Wohnen auf Long Island".
I could as well just drop my attempts to keep track of how things are developing over here. the days are stuffed with everything new and remarkable, to my sense. today is thursday; i moved to long island on monday, so there are a lot of new things to tell and also a bunch of new photos.
the town i live in is called port jefferson station. its about 15min away from stony brook where the SUNY (state university of new york), my new university, is located. the SUNY has several campuses in NY, so this one is also called SBU for stony brook university. im gonna use whatever abbreviation comes into my mind, but it's pretty much the same in meaning, except when im talking about another campus or the SUNY in general. which is probably not going to happen.
port jeff st. is a town with a few thousand inhabitants (that sounds strange. isnt there any better word for that?). it has a harbor, as the name might suggest, and it's located in the north, which means port jeff is open to the long island sound. thats the bay between long island, NY, and connecticut. ferries commute between both states. since i dont have anything to do in CT, i dont have much reason to try out that ferry. but if you want me to, you can just pay me the trip and i'll reward you all with an intense story of horrifying waves and jar attacks.
My street
it's quite foresty around here. i havent discovered any palm trees so far, but there are tons of crickets chirping in the evening. one might think they put on a record called "sounds of nature" or something, it's just so loud.. they start around 6 or 7pm and you can go to sleep with that chirping from outside in your ear. lets keep chirping as the most intense auditive experience for long island so far.
there are only few moments when i'm realizing i've switched continents. chirping crickets make me feel like i'm in a real hot country, though it seems to have nothing to do with the actual temperature, which was in fact what i've always thought. theyre just there. they live here, and chirping's just what they do.
American roadsigns
yesterday there was another moment of feeling the difference, though still not the distance. yesterday was my first day in university. a girl from the philosophy dpt who's living only 5min away from me took us to the campus and at the roadside, there was this dead racoon. i knew racoons live in north america, but it was strange to see it nonetheless. replying to my bewilderedness, the american guys in the car told me about opossums which are living around this area as well. if i ever happen to see one, i'll tell you here.
Auch die dritte Mitbewohnerin in dem Apt, Heather, studiert Philosophie. Ich habe sie gegen Mittag kennen gelernt. Sie will Deutsch lernen an einer deutschen Universität, aber nicht in Berlin, denn Berlin ist, glaubt sie, wie New York. Right? Hm ja, welche deutsche Stadt, wenn nicht Berlin. Obwohl der Vergleich wirklich unproportional klingt.
Ich habe ihr ein paar Städtchen genannt, die sie interessieren könnten. Wir haben uns die Städte, aus denen wir kommen, bei Google Earth angeguckt. Dann hat sie erzählt, wie sie einmal in Europa war und die Straßen alle total verschlungen ineinander sich der Landschaft entlang geschlängelt haben, das war total komisch. Ich nehme an, genauso komisch, wie mir das Grid System vorkommt. Obwohl ich ja aus einer weniger verschlungenen und auch eher rechtwinkligen Stadt komme.
Heathers Freundin Angela kam später noch vorbei. Sie machten Pancakes und Kaffee. Ich fragte, ob das Tori Amos sei auf Angelas T-Shirt. Sie war es.
Ich sagte I love Tori Amos, by the way. Sie flüsterten kurz. Dann sagte Heather, auch sie beide lieben Tori Amos, by the way, und sie haben 4 Karten für Tori am 1. November in Cleveland, Ohio, und hätten 2 davon schon 2 anderen Leuten versprochen, aber ob ich mitkommen wolle. Und sie würden sich dann was überlegen, wie sie eine der Karten wieder zurückkriegen könnten.
Lasst mich kurz wiederholen: Den zweiten Tag hier, in einer PhilosophenWG gelandet und zum Tori Amos-Konzert eingeladen. Nach Cleveland.
Heather zieht aus dem Apt in Brooklyn aus und nach Port Jefferson auf Long Island, wo ich dann auch wohnen werde. Ich hab ihre Nummer. Vielleicht besorge ich mir ein Fahrrad und wir fahren zusammen zur Uni. Und natürlich bin ich total begeistert.
Okay, 11.21h. Battery is low. Ich muss noch ne ganz normale Prepaidkarte fürs Händi kaufen. Ich weiß noch nicht, welches Netz hier und so.
Was immer ich tun will. Will gar nichts Bestimmtes. Außer Kunst, Kultur, Style, Klamotten, Realität und - so sorry - Ground Zero.
Erstaunlich viele Tierkrankenhäuser hier! Hab gestern 3 oder 4 gesehen. Und jede Grünfläche in Manhattan ist schwarz altertümlich vergittert, mit einem Schild versehen - New York Parks. Und kleine Vögelchen zwitschern, vielleicht Spatzen. Klingt sofort total ungewohnt, hier etwas zwitschern zu hören. Die gängigeren Geräusche: Alarmsirene - Bus - Baustelle - Regenschirm- und Hot Pretzel-Anpreisungen seitenstraßlich. Gestern sah ich einen Banker durch Manhattan laufen, in sein Händi schreiend. Man hört tatsächlich viele verschiedene Sprachen und auch Broken English ist kein Problem. DIALEKTE. AKZENTE.
Ich habe im Flugzeug noch über Long Island gelesen und wie kalt es im Winter wirklich wird: Und zwar bis zu -18°! Da war der Zero Point Schlafsack wohl doch keine Fehlinvestition.
Und dann wird es richtig toll, wenn ich mich zu Weihnachten für 2 Wochen und 2 Tage in die Karibik aufmache. Auf die Einkaufsliste schreiben:
(a) Wind-Regen-Sturmjacke und ganz warmen Wintermantel
(b) Badeanzug und Sunblocker.
Ich würde nicht sagen, ich würde eines besseren (zB Lebensstils) belehrt. It's just that sometimes something is good and sometimes something else is (eg, sort of action, reaction). Und hier ist es jetzt gerade am sinnvollsten und auch impulsmäßig am naheliegendsten, einfach mal zu gucken. Was in gewisser Weise auch bedeutet, keine Ahnung zu haben.
In Tü macht das hingegen wenig Sinn.
Wir waren im Brooklyn Label frühstücken. Ich hab kaum was gegessen - rechne das noch zu den Jetlaggeschichten. Bin früh müd und dann nachts sehr wach. Amerikanisches Frühstück ist etwa triple sized und sieht aus und schmeckt wie Kuchen. Ich glaub, man nennt es Hash Browns. Ich hab Obst bestellt.
Man kriegt sofort ein großes Glas Wasser mit Eis, das immer wieder aufgefüllt wird, und zahlt gar nichts dafür. Man bestellt einen normalen Kaffee und kriegt normale Milch danebengestellt und auch das wird beides immer wieder aufgefüllt. Man fragt nach der Rechnung (check please) und bekommt sie ziemlich diskret in einem schwarzen Lederdings (wie bei uns in wirklich teuren Restaurants).
Man darf ohne Weiteres for a change fragen und der Waiter wechselt deinen $20-Schein, damit du ihm Trinkgeld geben kannst. 15-20% werden erwartet, da es für Waiter keinen Mindestlohn gibt und die meistens für $3 in der Std arbeiten, ohne Trinkgeld gerechnet. Man tut das Geld in das schwarze Dings und fertig ist die nächste Lektion.
Ich hab keine Ahnung, wie spät es ist. Ich weiß nur, es ist hell. Ich bin gegen 23h schlafen gegangen nach 26Std Wachgewesen und 2x beinah hellwach geworden mitten in der Nacht. Ich sitze hier im Sessel vom Sperrmüll, Füße hoch bei vorhin noch fremden Menschen einer anderen Galaxie, bin entspannt. Frage nochmal nach: Bin wirklich entspannt.
Als die beiden gestern sagten, sie schlafen immer etwas länger, dachte ich schon: Ok, also für mich bis 13h nichts zu tun. Und dann sagten wir, dass wir gegen 8.30h frühstücken gehen. In irgendeinem Café in Brooklyn. Solche Tagesplanung ist mir freund.
Aus dem Taxi, es regnete. Ich im verregneten dunkel gewordenen polnischen Viertel also gestern Abend, verabredet mit Unbekannten, stand schließlich vor Haus No.273a und brauchte aber einfach nur Haus No.273, without any a. In deutschen Adressangaben macht das einen großen Unterschied - hier nicht. Ich klingelte, ohne dass irgendwo Namen draufgestanden hätten. Komische Nachfrage seitens der Gegensprechanlage, nach einer Weile wurde ich reingelassen. Dann rührte sich nix im Haus. Ich hoch, ich runter. Ich raus.
Ich rüber zum Grocery, wo ich nach der Adresse fragte. Ein schätzungsweise Mexikaner nahm mich mit raus und suchte mit mir ein bisschen die Straße ab. Dann fragte ich noch 2-3 nette Leute auf der Straße. Mikes Händi war kaputt, also hab ich ihn nicht erreicht. Dann hab ich einfach nochmal am selben Ort geklingelt und das war dann auch richtig und jetzt bin ich hier. Wenn es einen klassischen Weg zum Auslandssemester gibt, nehme ich den hier nicht. Obwohl das Improvisatorische natürlich ein ganz elementares Element in der ganzen Auslandssemestergeschichte....
Ich bin eingeladen, wenn ich mal nach NYC komm und nichts zum Schlafen hab, jederzeit bei ihnen vorbeizuschneien wieder. Finde ich total toll, total nett und bedanke mich daher auch total mehrmals. Brian hat mir auch von Williamsburg erzählt, wo ich mich glaub ich tatsächlich mal umschauen möchte; Künstlerviertel.
Hier Greenpoint, Nordbrooklyn, ist ziemlich industriell und war mal ein polnisches Viertel. Alle vier bis sechs Geschäfte kann man Kwiacy kaufen. Gestern aus dem Taxi gestiegen für $35 (O K A Y ...). Werde ich sicherlich auch nur das eine Mal gemacht haben. Vielleicht brauche ich einen Job. Mike meinte, ich könnte einfach als German Tutor Aushänge basteln und $20/h nehmen.
Und dann sind manch andere Sachen hier auch gar nicht so krass wie erwartet. Von der nicht erlebten Kaltschnäuzigkeit hatte ich ja berichtet. Nun scheinen die das auch mit der Uni nicht so ernst zu nehmen. Oder sie sind einfach laid back. Brian rät mir, von Port Jefferson nach Stony Brook einfach schwarz zu fahren.
Okay.
And then there are some good things
and some other I've expected
Es könnte gar nicht besser gehen. Genauso hab ich es mir
idealerweise vorgestellt. Mike, mein Housing Coordinator, bei dem ich die erste Nacht hier verbringe, ist nicht grauhaariger 40-Jähriger an der Uni Arbeitender - Mike ist so alt wie ich, überkoffeiniert und schleppt sein Fahrrad die Treppe hoch in Apt 2. Mike mag Goth-Music. Mike erzählt, dass er gerne aufs Wave Gotik Treffen nach Leipzig gehen würde. Als ich ihm erzähle, dass es dort Mittelaltermärkte für Neuheiden gibt und dass Leute sich Rokoko stylen mit Perücken und Brautkleidern, werden seine Augen groß.
Hätte nie gedacht, dass ich einen New Yorker mit Geschichten aus Deutschland beeindrucken könnte.
Brooklyn Housing
Mike und sein Mitbewohner Brian sind beide Philosophiedoktoranden in Stony Brook und total lustig, nett und - leichtverständlich. Wir haben uns wirklich noch gut unterhalten gestern. Ich bekam Kontaktlinsenlösung von Brian und ein Duschhandtuch von Mike. Amerika kennt veganes Duschgel.
Neben all ihren abstrusen Produkten hat sie immer wieder welche, die ich absolut verstehen kann und wos mir ein Rätsel ist, warum wir die in D nicht haben. Genauso wie mir die Produktgrößen irgendwie richtiger vorkommen, obwohl ich euch natürlich zustimme, was ich hoffentlich nicht extra betonen muss.
(a) Taxi.
Dauert mindestens 40Minuten!! Kostet $20 ca. Für mich ist alles ok im Moment. Sollte es vielleicht nicht.
Es ist ok, am Anfang nicht zu wissen. Falsch zu machen.
Das NYPD (New York Police Department) sperrt die Williamsburg Bridge. Sirenen alles und Lichter.
Fasten something.
Der Typ fährt mich rum. Gespräch mit New Yorker Taxifahrer. Filmerinnerungen.
Moloch! Moloch! Nightmare of Moloch!
Solitude! Filth! Ugliness!.. Old men weeping in the parks!
Regen und Licht, goldene Fensterscheiben. Manhattan Skyline hell erleuchtet. Ich hab die Form von Gedichten vergessen.
Starbucks, Transatlantic Homezone
Es ist doch alles sehr weitläufig. Ich bin ewig gelaufen, einfach die Straße runter von der Penn Station Richtung Süden. Wollte ja zum Ground Zero.. Irgendwann kam gar nix mehr. (Das war nicht Ground Zero.) Dann bin ich links gelaufen. Und dann war ich plötzlich in Chelsea.
Seltsam, Hauskomplexe wie Ghetto und die nächste Straße wieder total hübsch mit Treppchen und Bäumchen.
Bin trotzdem (nach einer ganzen Weile!) wieder nach Norden geflohen, ich fands tatsächlich ein bisschen unheimlich. Inzwischen wird es auch ein bisschen dunkel. Und sitze jetzt wieder in einem Café das ich kenne: oh-oh a clean, well-lighted place. Hocke im Fenster verloren zufrieden mit Coffee of the week und non-fat milk und sehe die Dunkelheit sich in der neighborhood niederlassen wie Nebel.
Ich muss aber noch nach Brooklyn. Genauer gesagt, in diese WG in Greenpoint (nähe East River).
2 Möglichkeiten, wie es jetzt weitergeht (beide mit Überwindung verbunden):
(a) ich stelle mich an die Straße und winke ein Taxi
(b) ich versuche, öffentlich nach Greenpoint zu kommen
Ich glaub, ich nehm den Kaffee lieber mit auf die Straße, bevor es noch unheimlicher wird.
Was in Tue noch unwahrscheinlich schien, klappt jetzt einfach. Heute Abend schneie ich bei Mike rein, meinem Housing Coordinator. Dort (i.e. in Brooklyn, nah dem East River) schlafe ich diese erste Nacht, in seiner WG, auf seiner Luftmatratze. Aber das erzaehlte ich glaube ich bereits. Ich habe alle Umsonststadt- und Fahrplaene eingesackt (even for the Bronx) und den Lonely Planet Guide im Rucksack vergessen. Aber das ist egal, ich benutze nichts von alledem. Ich lasse mich einfach nach Manhattan fahren, steige auf gut Glueck an der Penn Station aus, gehe ans Tageslicht und das erste, was ich sehe, ist das Empire State Building.
I don't know where I'm heading. Und zur Abwechslung fuehlt sich das mal wieder GUT an.
Morgen ist Montag. Ich ignoriere einen evt. sich einstellenden Jetlag und stehe frueh auf. Ich unterhalte mich und fahre dann in die Stadt zum Kaffee trinken. Hole mein Gepaeck morgen Nachmittag am Terminal ab, fahre dann nach Jamaica (die Main Station in Brooklyn) und steige dort in die LIRR (Long Island Rail Road) nach Port Jefferson EASTBOUND um. Es dauert doch nicht 2.5hrs. Es dauert bloss 1.5.
Filmplakat: Mondays are tempting.
Ich plane ganz normal. Das erste eigtl, was mir auffaellt. Keinerlei Irritation. Natuerlich verstehe ich die meisten Leute kaum. Aber der Rest irritiert mich not at all. Ich laufe hier rum, als wuesste ich. Vielleicht passen Tue und ich einfach nicht zusammen. Armes liebes Tue mit netten Menschen und schoener Landschaft. Hier regnet es. Gute Zeiten fuer Kapuzenpullis.
High St Brooklyn Bridge.
Broadway - Nassau St.
Am Dienstag gehe ich schonmal nach Stony Brook, bevor der grosse Run am Mittwoch kommt, und bringe die Initial Interviews hinter mir. Dann das Campusgelaende erkunden und Nathan, meinem Graduate Studies Coordinator von der Philosophie, einen Besuch abstatten. Der hat mir schwaebischen Apfelkuchen versprochen. Everything back to normal? Well give it some time girl.
Und jetzt will ich zum Ground Zero.
Ich bin da!!!!!!
Und ich finde mich blendend zurecht und ich frage Leute ohne zu zoegern nach dem Weg oder dem Baggage Store und ich checke sofort wie die Bahnen fahren und welches Ticket ich brauche, setze mich in die A nach Manhattan / wo ist der Unterschied? Es ist eine Stadt.. so gross und so normal, wie ich finde, dass eine Stadt sein muss.
Ich hatte keine Ahnung. Und fuehle mich jetzt wirklich sehr sehr gut, wohl, angekommen, RIGHT. Irgendwas stimmt hier. Ich erweitere mein Gassenwissen um wo man fuer billig ins Internet kann: Right now blogging from Burger King right next to Macy's.
Ich habe per Spontanentscheid meine Sachen fuer $19 und 24hrs am Terminal 4 am JFK eingeschlossen. Alles nette Menschen, ich hatte mich auf Kaltschnaeuzigkeit eingestellt. Jetzt laufe ich mit leichtem Handgepaeck durch Manhattan. ES IST TOTAL TOLL!! Sagte die Frau bereits nach 30 Minuten am neuen Ort.
Animal Hospital. Dreck. Cemetery, Grabsteine ungewoehnlich europaeischen Stils reihan. Block Housing. 80 St - Hudson St. Back yards. Graffittiquilts. Grant Av. Fotosessiondesire.
Fahrt durch Brooklyn. Ein Typ stellt sich in die Subway, Ladies and Gentlemen may I have your attention please! ruft er in die eine und die andere Richtung, ich dacht jetzt gibts Emergency, aber nein, er ist bloss ein Student der Musikhochschule in Brooklyn und hat die biggest record ever zu verkaufen von seiner Band. Und dann stellt er einen squary Ghettoblaster auf den Sitz und es laeuft Wait! Oh yes wait a minute Mr. Postman!
Hey hey hey hey Mr Postman! Und vor mir hinter mir singen alle Leute mit. Einer der wenigen weissen Typen tanzt im Gang. Die Lady mit dem I love you Mommie-Tattoo vor mir macht Gangsta-Gesten. Ich komme mir vor wie in einer Coca Cola-Werbung.
Euclid Av. "NY is not for little pussies who scream." Ich finde mich hier sofort zurecht. The system lies right before me + I step into + use it. Repeat until feeling V.I.P.
£3 fuer 30min Internet in Heathrow. Es gab keinen Schlaf mehr in Hirschau diese Nacht und ab jetzt gibt es auch keine Umlaute mehr. Direkt nach der Sprache werde ich die Landschaft vermissen. London hat naemlich keine. Alles jenseits des Flughaftenfensters ist Wolke.
Ich verkneife mir Spontaneinkaeufe bei Harrod's Knightbridge. Versace. Gucci. And even Chanel. I ignore every duty free shop. I simply ignore everything except them ROAD signs and driving on the left and the measures and that this is the first insular thing happening today and that I will have to get used to those fucking TASTATURES that keep sabotating my international blogging attempts! All my beautiful British words were thrown away by the browser, off the internet and into the anonymous stratosphere.
Meine Wohnung ist geräumt und übergeben an den jungen Franzosen mit Deutschkurs. Ich besitze Dinge in Kisten, Dinge in Tüten und ehemalige Dinge, die sich jetzt in den Altkleidercontainern des Französischen Viertels befinden. Ich besetze das leere Zimmer in einer WG in Hirschau; ich habe keine Homezone mehr; Freunde kommen auf die Idee, mit mir zu telefonieren.
Ich habe ein Zimmer in Port Jefferson Station und eine interessante Weihnachtsplanung. Ich habe einen neuen Schlafsack mit 0°C-Komfortbereich. In Cancún ist es jeden Tag im Jahr um die 30°C warm. Ich habe trotz mehrtägigen Unterschlafs überhaupt keine Ermüdungserscheinungen. Ich gehe jetzt aber trotzdem ins Bett.